Neues Platzkonzept

1.  Warum wurde ein neues Platzkonzept erarbeitet?
  • Bereits im alten Vorstand gab es Überlegungen den Platz zu verändern. Hier ging es aber hauptsächlich um den Bau eines Kurzlochplatzes nach dem Vorbild anderer regionaler Clubs.
  • Der neue Vorstand hat in der Jahreshauptversammlung im März 2018 den Auftrag bekommen, sich Gedanken über ein neues, umfassendes Platzkonzept zu machen.
  • Dieses Platzkonzept sollte u.a. Gegenstand einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sein, jedoch stellte sich im Laufe des Jahres heraus, dass dies aufgrund der Fülle der Aufgaben nicht zu leisten sein wird. Daher wurde dieses Thema in den Winter verlagert.
  • Mit dem Platzkonzept in der vorliegenden Form soll u.a. auch durch verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten eine nachhaltige Zukunftsfähigkeit des GC GF sichergestellt werden.
2.  Welche Ziele wurden bei der Erarbeitung des Platzkonzepts verfolgt?
  • Beseitigung der dringend notwendigen Handlungsbedarfe (in Dialog mit unserem Greenkeeping)
    1. Abschlag 9, Grüns 2 und 8 sind mittlerweile an der falschen Stelle (Schatten, Wurzeln)
    2. Häufiges Wasser auf Bahn 8 und 9
    3. Engstelle beim gelben Abschlag auf Bahn 8
  • Beseitigung bekannter Schwächen aus dem alten Platzdesign (Bahn 1-9)
    1. Erhöhung der Abschlagsvariationen für unterschiedliche Spielstärken
    2. Überarbeitung des Bunkerkonzepts (richtige Anzahl, Position und Design)
    3. fachgerechter Grünaufbau (wurde damals leider nicht gemacht) zur Reduzierung des Pflegeaufwands
    4. Vergrößerung der sehr kleinen Grüns (zu wenig Fahnenpositionen und damit hohe Grünbelastung)
    5. Überarbeitung der unfairen Bahn 9 (langer 2. Schlag)
  • Erweiterung der Übungsmöglichkeiten (incl. eines Kurzlochlochplatzes)
    1. zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten bestehender Mitglieder
    2. zur Heranführung von Golfeinsteigern und „Entlastung“ des „normalen“ Kurses
    3. (gemäß unseres Strategiekonzepts wollen wir mittelfristig die Schallgrenze von 1.000 Mitgliedern überschreiten)
    4. zur Steigerung der Attraktivität für auswärtige Golfspieler

Alles unter dem Aspekt der Zukunftsorientierung, so dass auch Erweiterungen möglich sind.

3.  Wie war die Vorgehensweise zur Erarbeitung des Platzkonzepts?
  • Bildung eines Vorstandsteams zur Evaluierung der Machbarkeit (zunächst Vorstand Jugend und Sport, dann auch Vorstand Platz – als dieser wieder kommissarisch besetzt war)
  • Führung zahlreicher Gespräche und Durchführung von Platzbegehungen (Headgreenkeeper, Platzbau- / Pflegefirma Sommerfeld, Golfarchitekt Rengstorf und Golfarchitekt Städler)
  • Involvierung offizieller Stellen (Landkreis, Landschaftsschutz, Wasserbehörde…), daraus ergab sich folgendes Bild
    1. aktuelle Übungsanlagen auf der Südseite befinden sich im Landschaftsschutzgebiet und hätten dort nicht gebaut werden dürfen
    2. der Bebauungsplan (B-Plan) ist nicht aktuell und auch das Clubhaus ist nicht eingetragen
    3. Nachbesserungen sind notwendig, sind nun aber alle sind bereits angemeldet
  • Evaluierung der Pachtverträge und deren Laufzeiten
  • Erarbeitung und Überprüfung der Machbarkeit des Konzepts in mehreren iterativen Schleifen
  • Prüfung möglicher Fördertöpfe und Erarbeitung eines Konzepts zur Optimierung der Fördermaßnahmen (Landessportbund, Öffentlichkeitswirksamkeit, Tourismus, Barrierefreiheit)
4.  Wie sieht das neue Platzkonzept aus?
  • Der Platz soll moderner und regionaler gestaltet werden.
  • Die Bahnen 1-9 sollen grundlegend überarbeitet werden, ohne dass sie ihren Charakter verlieren.
  • Der Platz soll durch eine neue Practice Area / Practice Kurs für alte und neue Mitglieder deutlich an Attraktivität gewinnen.
  • Der Platz bietet mehr Möglichkeiten für Spieler unterschiedlicher Stärke (mehr Abschläge).

5.  Welche Bauabschnitte gibt es?

6.  Wie lange dauert der Umbau und welche Einschränkungen wird es geben?
  • Wir rechnen für die Umbauphase mit ca. 8-10 Wochen, für die Anwuchs- und Begrünungsphase mit ca. 8-12 Wochen. Diese Zeiten ergeben sich aus den nachhaltigen Erfahrungen der Golfplatzarchitekten von mehr als 100 Neu- und Umbauten.
  • Zurzeit werden noch verschiedene Zeitpläne geprüft, um die Einschränkungen für die Mitglieder zu minimieren.
  • Möglicher Baubeginn wäre im September 2019 (erwartete Fertigstellung Ende Mai 2020). Alternativ wäre auch ein Baubeginn im März 2020 (erwartete Fertigstellung Anfang August 2020) oder im September 2020 (erwartete Fertigstellung Ende Mai 2021) denkbar.
  • In der Umbauphase wird die Nordseite (Loch 1-9) nicht nutzbar sein, die Südseite (Loch 10-18) natürlich uneingeschränkt.
  • In der Anwuchs- und Begrünungsphase soll der Nordteil teilweise genutzt werden können (einige verkürzte Bahnen mit Winter-Abschlägen und Winter-Grüns).
  • Der Vorstand prüft derzeit alle möglichen Varianten unter den Gesichtspunkten Kosten, Förderbedingungen, Verfügbarkeit von Baufirmen und einem möglichst optimalen Bauzeitfenster.
7.  Was kostet das gesamte Projekt? Wie hoch ist der Förderanteil?
  • Der Umbau und die Erweiterungen im Nordteil sollen ca. 1,15 Mio Euro kosten, wobei die Kalkulation viele Worst-Case-Szenarien enthält.
  • Mit einem Gesamtumbau können erhebliche Kosten (und auch Zeit) gespart werden, daher ist dies der Hauptfokus.
  • Der Umbau / die Erweiterung kann und soll z.T. mit Fördermitteln finanziert werden. Wir rechnen mit einem Förderanteil von >50% aus verschiedenen Töpfen.
8.  Was bedeutet diese Investition für die Mitglieder?
  • Zunächst erst mal nichts, wir finanzieren die ersten Bedarfe aus den wegfallenden Abträgen und vorhandenen Rücklagen.
  • Wir vertrauen auf das neue Marketing-Konzept sowie unsere bereits vorhandenen Stärken und somit darauf, dass sich genügend neue Mitglieder anmelden.
  • Sollte dies innerhalb von zwei Jahren nicht greifen, so würden wir in einer folgenden Hauptversammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von ca. 60,-€ bis 100,-€ vorschlagen (damit wären wir im Raum H-PE-BS-WOB immer noch sehr konkurrenzfähig).
  • Eine einmalige Umlage ist nicht Teil des Konzepts.
9.  Warum beinhaltet die Zeichnung alle Bahnen, obwohl nur die Nordseite umgebaut werden soll?
  • Die Südseite hat keinen so hohen Überarbeitungsbedarf.
  • Dennoch haben wir für die Südseite ein Konzept erstellt, um etwaig notwendige Änderungen im Sinne dieses Konzepts zu machen und auch künftige Vorstände daran zu binden.
10. Gibt es Alternativen zu diesem Konzept?
  • Alternativen gibt es immer und Vorschläge ja auch schon einige.
  • Allerdings sind die bisherigen Vorschläge (insbesondere die auf der Südseite) so nicht umsetzbar, da die Pachtverträge auf der Südseite dies derzeit so nicht hergeben, Förderungen damit nicht möglich sind und zudem Umweltschutzauflagen zu berücksichtigen wären.
  • Zusätzliche Erweiterungen im Süden konnten mit den derzeitigen Verpächtern nicht eruiert werden, im Norden schon.
  • Der Vorstand hat aus den oben genannten Gründen genau den hier vorgestellten Vorschlag erarbeitet.
  • In der Mitgliederversammlung (MV) vom 14.03.2019 stimmte eine klare Mehrheit
    1. für eine sofortige Abstimmung am Tag der MV
    2. für das vorliegende Platzkonzept
  • Der Vorstand setzt das Platzkonzept daher mit gültigem Mitgliedervotum um. Für eine Alternative steht er nicht zur Verfügung!
11. Kann dieses Konzept noch erweitert werden, falls der Bedarf bestehen sollte?
  • Auf jeden Fall, dafür wurden ebenfalls Zeichnungen angefertigt.
  • Es wurden mehrere Varianten gezeichnet und bauen auf dem bestehenden Konzept auf.
  • Mit den potentiellen Verpächtern wurden bereits erste positive Gespräche geführt.

12. Was hat dieses Konzept dem Verein gekostet?
  • Diese Studie hat den Verein ca. 3300 € gekostet.
  • Der überwiegende Teil der entstandenen Kosten wurden durch den Landessportbund Niedersachsen übernommen.